Gute Beispiele

Hier möchten wir Ihnen einige gute Beispiele der Initiative "1000 Schulen für unsere Welt" vorstellen. Wir bieten Ihnen hier auch die Möglichkeit, dass Sie uns kleine Blog-Posts zukommen lassen, die Ihr Engagement zeigen. Schreiben Sie uns einfach an.

Die Projekte der Stadt Nördlingen und des Vereins 4 Steine für Afrika

03. September 2019

von Martin Stumpf, 4 Steine für Afrika e.V.


Im Jahr 2006 gründeten wir unseren Verein „4 Steine für Afrika e.V.“ nach einer gemeinsamen Reise. Ursprung des Kontakts war der Vater eines unserer Vorstände, der bereits in den 1980er Jahren Landmaschinen und Geräte ganz auf eigene Kosten nach Tansania brachte. Aus diesem Start wurde im Laufe der Jahre der Ursprung für ein kleines Krankenhaus, ein Ausbildungszentrum für Lehrer und ein Kindergarten.
Weil dies einen so langfristigen Erfolg hatte, schrieben wir uns auf die Fahnen, weitere Hilfe zur Selbsthilfe über einen Verein zu organisieren. Wichtig erschien uns, dass keinerlei Verwaltungskosten unser Spendenkonto belasten. Vielmehr werden alle anfallenden Kosten zusätzlich privat von den vier Vorstandmitgliedern übernommen. So kommt jeder Euro dem eigentlichen Spendenzweck zugute. Seit Vereinsgründung haben wir u.a. ein großes Schulzentrum in Lushoto, Tansania finanziert. Dort sind mittlerweile mehrere hundert Mädchen von Kindergarten über Grund- und Sekundärschule bis zur Universitätsreife ausgebildet worden. Die Schule wird von den Behörden immer wieder mit top Noten beurteilt und genießt einen 1a Ruf. Betreiber sind die „Sisters of Usambara“, die für dauerhaften Erfolg stehen. Weiter haben wir in Uganda einen sehr guten Partner vor Ort: Pater Stan von den Comboni Missionaren. In dessen Pfarrei, nördlich des Nils, haben wir mehrere kleine Schulen bauen können. In Landstrichen, in denen es bisher keine oder kaum eine Gelegenheit für Kinder gab, eine Schule zu besuchen.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Nördlinger Bürgerschaft konnte 4 Steine für Afrika e.V. mittlerweile an drei Standorten die NÖRDLINGEN SCHOOL errichten. In jedem der drei Gebäude können ca. 180 Schüler unterrichtet werden. Ganz in der Nähe wird noch im Jahr 2019 als Ergänzung und konsequente Weiterentwicklung eine Berufsschule für Maurer, Elektriker und Zimmerer gebaut. Auf diese Weise können junge Männer gut ausgebildet werden, nachhaltig mit den Ressourcen umgehen und perspektivisch ihr Familie ernähren.
Die dafür nötigen Spendengelder bekommen wir von Firmen und Privatpersonen als Spenden. Insbesondere motivieren wir unsere ca. 110 Vereinsmitglieder, über einen monatlichen Spendenbeitrag von 10,-€ einen guten Grundstock zu legen. Entenrennen und andere Geldgewinnungsaktionen sorgen für Bekanntheit und kommunizieren die Ziele des Vereins.
Ein ganz wichtiges Thema ist die Identifikation der Nördlinger Bürger und Firmen zu „ihrer“ Schule. Sicher werden in den nächsten Jahren auch Besucher die sinnvolle und zielgerichtete Verwendung der Spenden in Augenschein nehmen.

Für Kindheit und Bildung überall

Bürgermeister Hubert Eberle mit Schulleiterin der Grundschule in Oberndorf Petra Wirth 1000 Schulen für unsere Welt
Bürgermeister Hubert Eberle mit Schulleiterin der Grundschule in Oberndorf Petra Wirth © Oberndorf

16.04.2019

Von Jonas Wiggers

 

Oberndorf am Lech, eine kleine Kommune im Landkreis Donau-Ries macht bei der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ mit. Die Gemeinde mit etwas mehr als 2.500 Einwohnern sammelt Geld, um einen Schulbau in Afrika zu finanzieren. Dadurch leistet der Ort einen großen Beitrag dazu, dass Kinder auf der ganzen Welt ihr Recht auf Bildung einlösen können. Wir haben uns mit Bürgermeister Hubert Eberle getroffen und nachgefragt, was ihr Schulbauprojekt der Gemeinde bedeutet.

 

1000 Schulen: Herr Eberle, Oberndorf baut eine Schule in Namibia. Wieso machen Sie das?

 

Eberle: 2015 kamen viele Flüchtlinge auch nach Oberndorf und „lebten“ viele Monate in der Turnhalle. Einige Familien sind im Ort geblieben. Deren Kinder besuchen die örtliche Grundschule und haben nun auch die Möglichkeit, vier unbeschwerte Grundschuljahre zu erleben.

 

Kinder sollten überall auf der Welt eine Teilhabe auf Kindheit und Bildung haben.

 

 1000 Schulen: Welcher Mehrwert ergibt sich für Oberndorf durch das Schulbauprojekt?

 

Eberle: Das Schulbauprojekt bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, die das Leben in Oberndorf bereichern. Es lebt von Kommunikation, das heißt die Kommune tritt aktiv mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt. Durch das Projekt werden vielfältige Kontakte geknüpft, die in positiven Synergien zwischen Schule, Gemeinde und Vereinen in Oberndorf münden. Für das Projekt starten wir neue Aktivitäten, beispielsweise ein gemeinsames Singen der Grundschüler mit dem Jugendchor und einem Projektchor. So fördert das Schulprojekt auch die Gemeinschaft in Oberndorf.

 

1000 Schulen: Mit seinem Engagement stellt sich Oberndorf unter das Dach der Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“. Wie sind sie auf die Initiative gekommen?

 

Eberle: Der Ideengeber der Initiative, Landrat Stefan Rößle kommt aus Oberndorf. Seine jüngste Tochter ging bis letztes Jahr noch hier im Ort in die Grundschule. Sein Engagement und die Idee durch konkrete Projekte zu helfen, sind ansteckend und so hat er auch die Rektorin der Grundschule mit seinem Engagement angesteckt.

 

 1000 Schulen: Eine treibende Kraft hinter dem Oberndorfer Engagement geht von der Grundschule im Dorf aus. Welche Vorteile hat das für das Projekt?

 

Eberle: An die Grundschule hier in Oberndorf gehen circa 90 Schülerinnen und Schüler. Sie lassen sich wirklich hervorragend für das gemeinsame Projekt begeistern und bringen ganz eigene Ideen ein, wie das Projekt unterstützt werden kann. Durch ihre Begeisterung tragen die Kinder das Projekt auch in ihre Familien und Freundeskreise herein und unterstützen ganz konkret seine Bekanntmachung.

 

 1000 Schulen: Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit der Schule?

 

Eberle: Wir wollen die Synergieeffekte zwischen der Grundschule, dem Bürgermeistern den Vereinen und den Firmen am Ort nutzen. Dafür gestalten wir einen fortwährenden Gedankenaustausch zwischen allen Akteuren und fördern eine enge Abstimmung im Projekt.

 

 1000 Schulen: Können Sie sich vorstellen, dass sich Oberndorf nach dem Schulbau weiter in der kommunalen Entwicklungspolitik engagiert? Wie stellen Sie sich ein solches Engagement vor?

 

Eberle: Ja, das ist denkbar. Damit das gelingt sind wir allerdings darauf angewiesen, dass die „Zugpferde“ im Ort weiter wie jetzt vor Begeisterung und Ideen sprühen.

 

 1000 Schulen: Was würden Sie anderen Kommunen mit auf den Weg geben, die sich auch bei „1000 Schulen für unsere Welt“ engagieren möchten?

 

Eberle: Schauen Sie sich das an! Der Weg bis zur Realisierung des Vorhabens ist äußerst spannend. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich neue Kontakte ergeben. Dadurch kommen viele neue Ideen zusammen und viele Menschen werden zum Mitmachen angeregt. Bei „1000 Schulen für unsere Welt“ kann jeder teilhaben, denn jeder Cent zählt. So wird das Miteinander im Ort bereichert und es entsteht ein „Wir“-Gefühl, da die Ortsgemeinschaft zusammen ein eigenes Projekt umsetzt. Letztlich bringt diese Nähe zum Projekt den großen Mehrwert, dass der Blickwinkel der Grundschulkinder, der Lehrer, der Eltern und aller anderen Beteiligten geweitet wird.

 

Unterstützer gewinnen - Ideen für Aktionen zur Spendenakquise

29.11.2018

Von Jonas Wiggers

 

Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Mitmenschen von den Schulbauprojekten zu erzählen. Eigene Medien, Lokalzeitungen, Blogs, Podcasts und viele andere Kanäle können genutzt werden, um kräftig die Werbetrommel zu rühren. Flankierend gibt es aber auch die Möglichkeit, mit interessanten und spannenden Aktionen seine Mitmenschen direkt einzubeziehen. Hier haben wir einige Aktionen zusammengestellt, mit denen auf das Projekt aufmerksam gemacht werden kann und Spenden gesammelt werden können. Und ganz wichtig: Sie alle machen Spaß und produzieren eigene Geschichten in denen das Engagement der Kommune der rote Faden ist.

 

 

Der Sponsorenlauf: Eine einfache Aktion, die mit verschiedenen Akteuren umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer/innen suchen sich Sponsoren, die für jeden gelaufenen Meter oder Kilometer einen festgelegten Betrag spenden. Alternativ kann auch ein Sponsorenwandern organisiert werden, um Menschen mit (fast) jedem Fitnessstand anzusprechen. Einige Akteure, die an der Aktion teilnehmen könnten: Die Stadtverwaltung, lokale Unternehmen und ihre Mitarbeiter, Schulen, Kirchen, Seniorenheime oder lokale Vereine.

 

 

Kochen/Galadinner: Eine leckere Sache für die gute Sache. Hierfür sollten ein oder mehrere lokale Restaurants angesprochen werden, die für die Verköstigung sorgen. Es werden Karten an Bürgerinnen und Bürger verkauft. Der Erlös der Aktion geht an das Schulbauprojekt. Einen Boost für die Aktion kann erzielt werden, wenn der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, der Landrat oder die Landrätin sich selbst an den Herd stellen.

 

 

Benefizkonzert: Vielleicht hat ja der lokale Musikverein Interesse daran, die Initiative zu unterstützen. Dann kann gemeinsam ein Benefizkonzert organisiert werden. Der Erlös aus dem Ticketverkauf geht an das Schulbauprojekt. Die Kommune kann für das Konzert Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und so die Musikerinnen und Musiker in ihrem Engagement unterstützen.

 

 

Benefizspiel: Fußball bringt Menschen in Deutschland zusammen wie kein anderer Sport. In fast jeder Stadt oder Gemeinde gibt es Fußballvereine. Mit einem Benefizspiel kann der Verein das Schulbauprojekt unterstützen und Aufmerksamkeit für sich selbst generieren. Natürlich können auch andere Sportvereine zu einem Spiel zugunsten des Schulbauprojekts angefragt werden.

 

 

Stadtwette/Kommunalwette: Bei der Stadtwette/Kommunalwette wetten zwei oder mehr prominente Personen der Kommune gegeneinander, wer in einem vorgegebenen Zeitraum mehr Spenden sammeln kann. Zusätzlich kann die Kommune auch in Gebiete aufgeteilt werden, die von den wettenden Personen „bespielt“ werden. Die Stadtwette sollte intensiv von den lokalen Medien begleitet werden, um sie in der Kommune bekannt zu machen.

 

 

Aufkleberverkauf: „1000 Schulen für unsere Welt – Ich bin dabei!“ (es gehen auch Buttons, Urkunden oder andere Sachen): Es werden Aufkleber, Buttons oder andere Arten von Give-Aways produziert, die an interessierte Bürgerinnen und Bürger verkauft werden. Der Erlös geht natürlich an das Schulprojekt. Zum Verkauf bieten sich Stadtfeste, Weihnachtsmärkte oder andere Events an. Für die Aufkleber kann das Logo der Initiative gerne verwendet und auch für ihren speziellen Fall erweitert werden. Sprechen Sie uns einfach an.

 

 

Schulfest: Beim nächsten Schulfest kann das Engagement der kommunalen Gemeinschaft für die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ zum Thema werden. Dafür muss zunächst die Schule als Partnerin gewonnen werden. Danach müssen die Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler für das Projekt gewonnen und dazu motiviert werden, hierfür eigene Aktionen zu kreieren, die sich dafür eignen Spenden zu sammeln.

 

 

Turnier: Bei dieser Idee muss der richtige Veranstaltungsort gefunden werden. Hier eignen sich besonders auch Bars, Kneipen oder Restaurants, die Angebote haben, mit denen sich ein Turnier organisieren lässt. Dafür eignen sich Dartboards, Kicker, Billardtische oder auch einfache Spielkarten für Skat, Doppelkopf, Schafkopf, Uno oder andere Spiele. Die Teilnehmer/innen zahlen eine Teilnahmegebühr, die zu einem Teil an die Gewinner geht und zum anderen Teil an das Schulbauprojekt.
Das Turnier sollte lange im Voraus beworben werden, am besten direkt am Veranstaltungsort und auch über die lokalen Medien.

 

 

Spenden-Bobby-Car-Rennen: Diese Aktion funktioniert ähnlich, wie das Turnier. Es findet allerdings am besten draußen statt (oder in einer Turnhalle). Im besten Falle wird das Rennen in Zusammenarbeit mit einem lokalen Kindergarten organisiert. So erreicht man nicht nur die Eltern der Kinder, sondern findet auch ausreichend Bobby-Cars. Die Teilnehmer/innen (oder deren Eltern) zahlen eine kleine Teilnahmegebühr und fahren gegeneinander. Dazu können natürlich noch Preise für die meistens kleinen Teilnehmer/innen vergeben werden. Diese Aktion kann auch in andere Aktionen eingebunden werden, beispielsweise das Schulfest oder ein Sommerfest der Kommune.

 

 

Kuchenverkauf auf Festen: Oldie but a Goodie: Der Kuchenverkauf für den guten Zweck ist sicherlich keine neue Idee. Aber der Fakt, dass Kuchen immer gut ankommt spricht für diese Idee. Dafür werden Freiwillige gefunden, die Kuchen backen und bereit sind, ihn zu verkaufen. Das klappt natürlich gut auf Stadt- oder Nachbarschaftsfesten aber auch in Schulen, in der Stadtverwaltung oder an anderen Orten, wo Menschen Kaffeepausen machen. Der Erlös geht an das Schulbauprojekt.

 

 

Spendenbox im Rathaus oder Landratsamt aufstellen: Bei dieser Aktion wird eine Spendenbox im Rathaus, in der Stadtverwaltung  oder im Landratsamt aufgestellt, bestenfalls im Wartezimmer oder an einem Ort an dem viele Menschen vorbei kommen. Es sollte unbedingt eine Tafel oder Ähnliches mit ausführlichen Informationen zum Engagement der Kommune oder kommunalen Gesellschaft aufgestellt werden, damit die Menschen wissen, wofür sie Spenden.

 

 

Gutscheinhefte entwickeln und verkaufen: In Zusammenarbeit mit dem lokalen Einzelhandel oder Gastronomie kann ein Gutscheinheft entwickelt werden, das den Bürgerinnen und Bürgern Rabatte oder Ähnliches in den beteiligten Geschäften gewährt. Dieses Gutscheinheft kann von den Bürgerinnen und Bürgern gekauft werden und die Erlöse fließen in das Schulbauprojekt. Zudem sollte darauf geachtet werden, auch den lokalen Einzelhandel zu bedenken und beispielsweise Aufkleber zur Verfügung zu stellen, dass sie die Initiative unterstützen. Gerne kann dafür das Logo der Initiative verwendet werden. Sprechen Sie uns einfach an!

 

 

Autowäsche: Wenn sich Unterstützer für die Initiative gefunden haben, die bereit sind sich die Finger schmutzig zu machen, kann eine Autowäsche für den guten Zweck organisiert werden. Der Erlös geht dann zugunsten der Schulbauinitiative. Achtung! Dafür muss eine Autowaschstation gefunden werden, da das Waschen von Autos nicht überall auf privatem Grundstück erlaubt ist. Wenn eine Waschstation gefunden wurde, sollte am besten auch darauf geachtet werden, dass der Betreiber die Aktion für eigene Werbung nutzen kann und das Engagement mit Aufmerksamkeit honoriert wird.

 

 

Auktion: Für diese Aktion wird eine Auktion für ein privates Essen mit dem Bürgermeister oder Landrat abgehalten. Der Erlös geht an das Schulbauprojekt. Wenn der Bürgermeister bzw. Landrat es sich zutraut, kann er auch selber für den Gewinner der Auktion kochen und ihn zu sich nach Hause einladen.

 

 

Flohmarkt: Für diese Aktion wird ein Flohmarkt organisiert. Es kann dabei gewählt werden, ob eine Standmiete genommen werden soll, die dann als Spende in das Schulbauprojekt fließt, oder ob der Erlös aus den verkauften Sachen direkt in das Schulbauprojekt fließt. Es kann auch überlegt werden, ob diese Aktion mit anderen Aktionen, beispielsweise dem Kuchenverkauf oder dem Verkauf von Aufklebern kombiniert wird.

 

 

Papierflieger Wettkampf: Der Wettkampf wird so organisiert, dass die Teilnehmer aus bereitgestelltem Recycling-Papier Papierflieger bauen und gegeneinander fliegen lassen. Die Teilnehmer/innen sollten dann ihre Flieger selber wieder einsammeln und damit winken, damit man sehen kann, welcher Flieger am weitesten geflogen ist. Das hat auch den Vorteil, dass die Papierflieger wieder eingesammelt werden. Es wird eine geringe Teilnahmegebühr verlangt, die dann in das Schulbauprojekt fließt. Im besten Falle werden in Vorbereitung auf den Wettkampf Urkunden für die Sieger entwickelt. Die Flieger dürfen natürlich mit nach Hause genommen werden. Es kann überlegt werden, ob der Gewinnerflieger ausgestellt wird oder ob der Gewinner/die Gewinnerin ihn mit nach Hause nehmen darf.

 

 

Handy-Spende: Die Metalle, die in unseren Handys stecken kommen oft aus Gebieten, in denen wir auch Schulen bauen möchten. Was liegt da näher als unsere alten Handys zu verkaufen und das Geld für das Schulbauprojekt der kommunalen Gesellschaft zu spenden? Dafür wird eine Sammelaktion durchgeführt oder ein Sammelbehälter aufgestellt, in dem alte Handys gesammelt werden. Die Spender sollten darauf hingewiesen werden, dass sie möglichst die Original-Teile wie Ladekabel und Netzteil mit abgeben. Das macht bei den meisten Anbietern einen signifikanten Unterschied.

 

Im Internet gibt es einige Anbieter, die alte Handys ankaufen, um sie zu recyceln. Einige Bekannte sind www.rebuy.de, www.sparhandy.de, www.zoxs.de und www.wirkaufens.de.

 

Von 1 Schule zu 1000 Schulen

15.11.2018

Von Stefan Rößle

 

Zunächst begann alles mit einem Vortrag vor zwei Jahren von Reiner Meutsch in Donauwörth. Er stellte dort seine Stiftung „Fly & Help“ und seine Schulbauprojekte in den ärmsten Regionen der Welt vor. An diesem Abend habe ich mich entschlossen meinen Sportwagen zu verkaufen und eine Schule in Afrika zu bauen.

 

Damals haben wir als Landkreis pro Woche noch rund 50 bis 60 Asylbewerber aufgenommen. Es war mir damals schon bewusst, wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen und natürlich ist jede Schule in Afrika auch ein wichtiger Beitrag hierzu.

 

Vor allem waren es aber auch immer wieder die eindringlichen Worte von Bundesminister Dr. Gerd Müller, der bei jeder Gelegenheit Gleichgesinnte sucht, die alles daran setzen, für notleidende Menschen Hilfe zur Selbsthilfe in ihrer Heimat zu leisten, die Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen und ihre Lebenssituation zu verbessern. Dabei ist es wichtig, dass Entwicklungshilfe Partner- und Patenschaften hat.

 

An Pfingsten 2018 war es dann soweit. In Malawi konnte die von mir privat finanzierte Schule eingeweiht werden und ich war bei der Eröffnung selbst vor Ort.

 

Die Schule liegt in Kunkhongo, einem Dorf in einer Region, in der der Großteil der Bevölkerung aus armen Kleinbauern besteht und viele junge Männer zum Arbeiten nach Südafrika gezogen sind. Zunächst hatte sie 444 Schüler, inzwischen sind es mehr als 700. An der Schule arbeiten drei Lehrer, die im Schichtbetrieb unterrichten. Vormittags die Klassen eins bis vier, am Nachmittag die Klassen fünf bis acht.

 

Im Gespräch mit Bürgermeistern, Unternehmern, Vereinen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürgern in meinem Landkreis habe ich auch meine Initiative erzählt. Schnell war klar – viele waren von dieser Initiative begeistert und so folgte ein Schulbauprojekt nach dem anderem aus dem Landkreis. Irgendwann haben wir uns vorgenommen - bis zum Jahr 2020 zehn Schulen aus der Region zu finanzieren. Tatsächlich sind es inzwischen bereits 26 Schulen in den verschiedensten Ländern wie Malawi, Namibia, Burkina Faso, Tansania, Uganda, Sierra Leone, Mosambik, Kenia und Togo.

 

Inzwischen hatte die überörtliche Presse von unserem Projekt erfahren und so folgten Gesprächsanfragen aus vielen Regionen in Deutschland. Unsere Projektidee habe ich dabei als Landesvorsitzender der Kommunalpoltischen Vereinigung der CSU (KPV) u.a. beim Bundesverband der KPV, beim Deutschen Städtetag, beim Deutschen Städte- und Gemeindebund und beim Landkreistag auf Bundesebene vorgestellt. So konnte die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“ ins Leben gerufen werden und Entwicklungsminister Gerd Müller hat hierzu die Schirmherrschaft übernommen und alle Verbände stehen hinter diesem Projekt.

 

Daher bin ich recht zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen werden und dass den Schulbauprojekten noch weitere Initiativen folgen werden.