Unsere Botschafter

Grußwort von Schirmherr

Dr. Gerd Müller

 

Vom Schulbau zur Partnerschaft
Noch nie gab es so viele junge Menschen auf der Welt: knapp zwei Milliarden sind unter 15 Jahre alt. Neun von zehn Kindern und Jugendlichen leben in Entwicklungsländern. Ihre Zukunft wird auch unsere Zukunft mitbestimmen! Bildung ist das Fundament für ihre Entwicklung – für die Entfaltung ihrer Fähigkeiten, für eine gute wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder, für moderne und weltoffene Gesellschaften. 

Deshalb freue ich mich über die Gemeinschaftsinitiative der drei kommunalen Spitzenverbände „1.000 Schulen für unsere Welt.“ Denn Entwicklungspolitik ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann und muss auf allen staatlichen Ebenen, in Vereinen, Stiftungen, Kirchen und Unternehmen umgesetzt werden. Bereits heute gibt es in Deutschland eine große Bereitschaft, sich für entwicklungspolitische Themen und Ziele einzusetzen. Für eine Entwicklungspolitik in neuer Dimension brauchen wir dieses Engagement und neue Partnerschaften. 

 

Die Initiative „1.000 Schulen für unsere Welt“ fördert Spendenbereitschaft und Engagement. Meine Hoffnung ist, dass aus punktuellem Engagement dauerhafte und nachhaltige Beziehungen werden – zwischen Schulen in Deutschland und den neuen Schulen in Entwicklungsländern, zwischen Menschen, zwischen Freundschaftsvereinen, zwischen Kommunen hier und dort. 

 

Mein Dank gilt den drei kommunalen Spitzenverbänden und dem Ideengeber, Landrat Stefan Rößle, die diese Gemeinschaftsinitiative möglich machen. Ich wünsche der Initiative großen Erfolg und im Ergebnis vielfältige Beziehungen und Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung.

Stefan Rößle

 

Stefan Rößle ist seit 1. Mai 2002 Landrat des Landkreises Donau-Ries. Er legte sein Abitur am Gymnasium Donauwörth ab und begann im Anschluss daran seine Ausbildung zum Diplomverwaltungswirt (FH) an der Beamtenfachhochschule in Fürstenfeldbruck im Fachbereich Polizei. Im Zuge seiner Polizeilaufbahn war er Polizeibeamter bei der Polizeidirektion Ingolstadt, beim Polizeipräsidium Oberbayern und zuletzt bei der Kriminalpolizei Augsburg. 

Von 1996 bis 2002 war Rößle Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Oberndorf am Lech. 

Neben seiner Tätigkeit als Landrat bekleidet Stefan Rößle weitere Ämter. So ist er u. a. Vorsitzender des Abfallwirtschaftsverbands Nordschwaben, Vorsitzender des Verwaltungsrats des gKU (gemeinsames Kommunalunternehmen Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime), Landesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU in Bayern sowie Mitglied im Parteivorstand der CSU. Daneben war Rößle Mitglied der Bundesversammlung 2012 und 2017.

Er ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder. Familie ist für Stefan Rößle nicht nur politisch, sondern auch privat ein großes Thema. Er war Deutschlands erster Landrat in Elternzeit.

Auf Initiative von Landrat Stefan Rößle hat sich der Landkreis Donau-Ries zum Ziel gesetzt in der Kommunalen Entwicklungshilfe tätig zu werden und bis zum Jahr 2020 insgesamt zehn Schulen in Afrika allein aus Spendengeldern zu bauen. Seit dem Projektstart erfährt das Vorhaben eine sehr große Unterstützung. Es wird nun bundesweit ausgeweitet mit dem Ziel, „1000 Schulen für unsere Welt“ über Spendengelder zu finanzieren.

Reiner Meutsch

 

Für einen guten Zweck mit dem Kleinflugzeug um die Welt 

Reiner Meutsch aus Kroppach im Westerwald ist es wichtig, dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Daher unterstützt seine Stiftung FLY & HELP den Bau von Schulen in Entwicklungsländern. Denn nur, wenn Kinder lesen, schreiben und rechnen können, haben sie die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Nach nur neun Stiftungsjahren konnten bereits 250 Schulen gebaut werden.

 Alles begann mit einer Weltumrundung: Seine Reise war Abenteuer, Hilfsprojekt und Herzenswunsch zugleich. Reiner Meutsch, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer des Reiseveranstalters Berge & Meer, erfüllte sich einen Lebenstraum, flog 2010 mit einem Kleinflugzeug um die Welt und unterstützte dabei 5 Bildungsprojekte.

 „Ich bin in meinem Beruf viel gereist. Meist stand die Frage nach der touristischen Vermarktung im Vordergrund. Doch viele Traumreiseziele bieten den Einheimischen gar keine traumhaften Bedingungen. Besonders tragisch finde ich es, wenn Kinder keinen Zugang zu Schulbildung haben – und damit keine Perspektive“, so Reiner Meutsch. 
Die Projekte während der Weltumrundung waren der Anfang einer langfristig angelegten Bildungskampagne der Stiftung. In den letzten Jahren konnten insgesamt mit einem Fördervolumen von über 10 Mio. Euro schon mehr als 50.000 Kindern weltweit der Schulbesuch ermöglicht und der Grundstein für eine Zukunft in ihrer Heimat gelegt werden.

Alle Spendengelder fließen 1:1 in die Projekte, da Reiner Meutsch alle Kosten der Stiftung privat trägt bzw. diese durch Sponsoren finanziert werden.