Die Agenda 2030

Um in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Armut, Diskriminierung, Umweltzerstörung und Krieg niemanden zurückzulassen, haben die Staats- und Regierungschef unserer Welt 2015 die Agenda 2030 verabschiedet. Hintergrund ist die zunehmende Erschöpfung natürlicher Ressourcen und der Umstand, dass Milliarden Menschen weltweit nach wie vor ein Leben in Würde verwehrt wird. Die Flucht und Migration, welche sich in den vergangenen Jahren vermehrt auch in deutschen Kommunen bemerkbar gemacht hat, sind eine Folge dessen.

Die Agenda 2030 benennt 17 Ziele, die definieren, in was für einer Welt wir spätestens bis zum Jahr 2030 leben wollen. Sie kann somit als Orientierungshilfe verstanden werden, die uns in dem Vorhaben unterstützt, den Bedürfnissen aller heutigen Generationen zu entsprechen, ohne dabei die Bedürfnisse künftiger Generationen zu gefährden.

UN Richtlinie zur Verwendung der SDG Logos: https://www.un.org/sustainabledevelopment/wp-content/uploads/2019/01/SDG_Guidelines_AUG_2019_Final.pdf
UN Richtlinie zur Verwendung der SDG Logos: https://www.un.org/sustainabledevelopment/wp-content/uploads/2019/01/SDG_Guidelines_AUG_2019_Final.pdf

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung gelten für alle Länder der Erde und sind untrennbar miteinander verbunden. Dennoch wird einzelnen Zielen eine Schlüsselrolle zuteil. Nur wer keinen Hunger leidet oder nicht um sein Leben fürchten muss, wird die Zeit und Ruhe haben sich für andere Ziele einzusetzen. Und nur wer in den Genuss einer hochwertigen Bildung kommt, hat die Chance auf ein freies und selbstbestimmtes Leben.

Weiterführendes Engagement

Die kommunalen Spitzenverbände sprechen sich dafür aus, dass durch Schulbauprojekte unter dem Dach der Initiative Partnerschaften mit Kommunen im Globalen Süden entstehen. Diese können projektbezogen oder projektunabhängig sein. Insofern dies möglich ist, stellen wir gerne einen Kontakt zwischen Ihnen und Ihrer Zielkommune her.

Aber auch Maßnahmen, die zunächst nur in der eignen Kommunen umgesetzt werden, können zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung beitragen. Beispielsweise lässt sich durch den Einkauf von fair gehandelten Produkten oder einen geringeren C0²-Ausstoß positiv Einfluss nehmen auf die Entwicklung in Ländern des Globalen Südens.

Informationen zum Stand der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sowie zu Indikatoren zu deren Messung auf kommunaler Ebene können auf dem SDG-Portal eingesehen werden. Mit der Musterresolution zur Agenda-2030 haben Kommunen die Möglichkeit, sich zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung zu bekennen. Ein entsprechender Beschluss kann als Grundlage für ein nachhaltiges Engagement in der kommunalen Entwicklungspolitik dienen.

Entwicklungspolitischer Schulaustausch (ENSA)

ENSA steht für Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm. Das Programm von Engagement Global fördert Partnerschaften zwischen Schulen aus Deutschland und Schulen aus Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Südosteuropas. ENSA will globale Zusammenhänge erfahrbar machen. Im Rahmen von Schulaustauschen können Schülerinnen und Schüler voneinander lernen, globale Zusammenhänge verstehen und sich für nachhaltigen Wandel engagieren. Für Schulen, die eine neue Partnerschaft starten und gemeinsam entwickeln wollen, fördert ENSA Anbahnungsreisen. Für Schulen, die eine bestehende Partnerschaft intensivieren und gemeinsam Projekte umsetzen wollen, fördert ENSA Begegnungsreisen. Weitere Informationen zum entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm können Sie hier abrufen.

Foto: Schulkinder in Simara, Neapel deren Schule im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative erweitert wird. ©missio München
Schulkinder in Simara, Neapel deren Schule im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative erweitert wird. Foto: missio München

Servicestellle Kommunen in der Einen Welt

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informiert Engagement Global zu aktuellen Projekten und Initiativen in Deutschland und weltweit. Mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) unterstützt sie das entwicklungspolitische Engagement von Kommunen, etwa faire Beschaffung und kommunale Partnerschaften. Neben finanzieller Unterstützung für Projektstellen und entwicklungspolitischen Projekten bietet die SKEW Beratung zu kommunaler Entwicklungspolitik an. Um Städten, Gemeinden und Landkreisen den Einstieg in ein entwicklungspolitisches Engagement zu erleichtern, finden in regelmäßigen Abständen Einstiegsseminare statt. Aktuelle Termine und alle Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Globales Lernen

Zusätzlich zu direkten Investitionen in die Schlüsselressource Bildung, fördert die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ eine aktive Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen Themen. Bereits der Spendenaufruf erinnert daran, dass Wohlstand, Sicherheit und damit auch Entwicklungsperspektiven global ungleich verteilt sind. Damit Bürgerinnen und Bürger die Ursachen dessen nachvollziehen können, empfiehlt es sich, das Engagement innerhalb der Kommune um Maßnahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu ergänzen. Denn mit dem Bewusstsein für die gegenseitigen Abhängigkeiten in unserer globalisierten Welt, steigt auch die Bereitschaft sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

Die Eine Welt-Landesnetzwerke vereinen zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, die in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aktiv sind, und führen auch selbst Angebote im Bereich des Globalen Lernens durch. Globales Lernen fördert ein ganzheitliches Verständnis globaler Zusammenhänge und der eigenen Rolle darin. Mögliche Bildungsformate des Globalen Lernens sind Workshops, Projekttage, Fortbildungen, Stadtführungen, Volkhochschulkurse, Uni-Seminare, Fachgespräche, Podiumsdiskussionen, Tagungen und Kongresse. Interessierte Kommunen können sich direkt an die für sie zuständigen Landesnetzwerke wenden. Der Großteil der angebotenen Bildungsangebote ist für Kommunen kostenlos.

 Je nachdem mit welcher Organisation ihre Kommune ein Schulbauprojekt im Globalen Süden umsetzt, kann es sein, dass auch diese Organisation entwicklungspolitische Bildungsarbeit anbietet. Als Partnerorganisation der Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ organisieren die Don Bosco Mission Bonn und die Welthungerhilfe entwicklungspolitische Bildungsmaßnahmen. Die Kosten hierfür variieren je nach Umfang und Ausrichtung.


Die Erstellung dieser Webseite wurde im Rahmen der Koordination für kommunale Entwicklungspolitik des Deutschen Städtetages durch Engagement Global mit Ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des BMZ gefördert.