In Ihrer Kommune

Die kommunalen Spitzenverbände möchten Kommunen und ihre Bürgerinnern und Bürger in Deutschland dafür gewinnen, sich aktiv für das Programm „1000 Schulen für unsere Welt“ zu engagieren. Entscheiden sich die Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft, im Rahmen der Initiative ein Schulbauprojekt im Globalen Süden zu unterstützen, gilt es die dafür benötigten Spendengelder zu sammeln.

Hierfür hat es sich als sinnvoll erwiesen, allen relevanten Akteuren in Ihrer Kommune von Ihrem Vorhaben zu berichten und sie in den Prozess einzubeziehen. Das können sowohl die Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte als auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bzw. der Landkreis und zivilgesellschaftliche Gruppen sein. Möglicherweise bestehen bereits Projekte oder Partnerschaften zu Kommunen oder Schulen im Globalen Süden. Ist dies der Fall, sollte zunächst eruiert werden, ob dieses Engagement verstetigt, ausgeweitet und unterstützt werden kann, bevor neue möglicherweise konkurrierende Projekte initiiert werden.

Um ihr Vorhaben publik zu machen, nutzen Sie am besten alle Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich bei allen Aktivitäten das Spendenkonto und den spezifischen Verwendungszweck anzugeben. Sie können auf Ihrer Homepage und in den Sozialen Medien über die Initiative informieren sowie eine Pressemitteilung verfassen oder Pressekonferenz organisieren. Häufig gibt es einem Projekt Aufwind, wenn es sich prominente Fürsprecher zu eigen machen. Personen aus der Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft können als Botschafterinnen und Botschafter auftreten und in ihr jeweiliges Umfeld wirken.

Weitere Tipps und Hinweise zur Öffentlichkeitsarbeit und Spendenaktionen finden Sie in unserem Downloadbereich.

Präsentation des 1000-Schulen Projektes des Landkreises Ostallgäu durch Landrätin Maria Rita Zinnecker. Foto: Landkreis Ostallgäu.
Präsentation des 1000 Schulen Projektes des Landkreises Ostallgäu durch Landrätin Maria Rita Zinnecker. Foto: Landkreis Ostallgäu.

Umsetzungsorganisationen

Damit jede engagierte Kommune ihr passendes Schulbauprojekt findet, ist die Initiative nicht auf eine Umsetzungsorganisation festgelegt. „1000 Schulen für unsere Welt“ unterstützt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Stiftungen, die den Schulbau vor Ort verantworten, umsetzen und auf die sachgemäße Verwendung der Gebäude achten. Denn uns ist besonders wichtig, dass die Schulgebäude langfristig als Bildungsstätten genutzt werden können. Mit welchen Organisationen Sie den Bau einer Schule realisieren, können Sie also frei entscheiden. Wir möchten Sie jedoch bitten, die jeweilige Organisation vorab auf Seriosität prüfen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere Projektpartner vor. Alle unsere Umsetzungsorganisationen tragen das Spendensiegel des "Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen" (DZI), das belegt dass die Organisationen mit den ihnen anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgehen. In Absprache mit den Projektpartnern kann überlegt werden, wo ein Schulbauprojekt möglich und sinnvoll ist. Unsere Partner informieren Sie regelmäßig über den Baufortschritt und übernehmen für Sie die Spendenabwicklung - d.h. es werden Spendenquittungen ausgestellt und es steht ein Konto für die Spendensammlungen zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass aus datenschutzrechtlichen Gründen keine personenbezogenen Daten zu Spenden herausgeben werden dürfen, auch nicht an die Kommune oder andere Akteure.

Unabhängig davon, zur Zusammenarbeit mit welcher Organisation Sie sich entscheiden, möchten wir Sie bitten, als erstes die kommunalen Spitzenverbände zu kontaktieren, damit wir Ihr Projekt eindeutig der Gemeinschaftsinitiative zuordnen können. Gerne stellen wir zwischen Ihnen und unseren Projektpartnern einen Kontakt her.

Die Stiftung Fly & Help

Die Stiftung FLY & HELP hat die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt" seit ihrer Entstehung begleitet und weltweit mit einem Fördervolumen von ca. 21,4 Mio. Euro schon 440 Schulbauprojekte in 45 Ländern realisiert. Durch die neuen Gebäude wird 85.000 Kindern in Afrika, Asien und Lateinamerika der Schulbesuch ermöglicht und der Grundstein für eine Zukunft in ihrer eigenen Heimat gelegt.


Gemeinsam mit seriösen Partnerorganisationen und in Abstimmung mit den Akteuren vor Ort plant und beaufsichtigt FLY & HELP den Schulbau. Um die nachhaltige Wirkung der Schulbauprojekte zu gewährleisten, werden vor Beginn des Baus Verträge mit den für die Schulen verantwortlichen Projektpartnern abgeschlossen. Diese garantieren u.a., dass Lehrkräfte bereitgestellt werden und die Schule auch nach Jahrzehnten Bestand behält. Der Schulbau beginnt immer dann, wenn die Fördersumme annähernd oder vollständig vorhanden ist. Es besteht auch die Möglichkeit, zunächst Spenden in Ihrer Kommune zu akquirieren, bis eine geplante Spendensumme für den Schulbau zur Verfügung steht. Bild- und Videomaterialien kann FLY & HELP für eine Spendenakquise zur Verfügung stellen, um die Arbeit rund um den Schulbau leichter und transparent vorstellen zu können.


Konkrete Schulprojekte werden in Abstimmung mit der jeweiligen Kommune oder Gemeinde besprochen und schriftlich mit Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Bauvorhaben vorstellt, sobald die Fördersumme annährend akquiriert werden konnte. Sie ist entscheidend für die Auswahl und Durchführung eines Projektes. Wünsche zur Lage und zum Bauvorhaben werden gerne individuell besprochen und wenn möglich, selbstverständlich berücksichtigt. Auch eine persönliche Ansprache, Betreuung und Einbeziehung der Kommune oder Gemeinde während des ganzen Schulbauprojektes ist gewährleistet.

 

Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, politisch und konfessionell unabhängig. Seit ihrer Gründung 1962 übernimmt der jeweils aktuelle Bundespräsident die Schirmherrschaft der Welthungerhilfe. Das ehrenamtliche Präsidium vertritt die Organisation nach außen und berät den Vorstand. Der hauptamtliche Vorstand führt die Geschäfte der Welthungerhilfe auf Basis der Vereinssatzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.


Hunger ist das größte lösbare Problem der Welt. Die Welthungerhilfe möchte sich darauf konzentrieren, dieses Problem nachhaltig zu lösen. „Null Hunger wo wir arbeiten bis 2030“ – so lautet das klare Vorhaben der Organisation in Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.


Die Vision der Welthungerhilfe ist eine Welt, in der alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben in Würde und Gerechtigkeit, frei von Hunger und Armut leben können. Dafür arbeitet die Organisation in 36 Ländern und verbessert die Lebenssituation der Menschen nachhaltig. Zusammen mit lokalen Partnerorganisation stärkt die Welthungerhilfe Strukturen, setzt sich für Bildung für nachhaltige Entwicklung ein und führt Schulbauprojekte in ihren Einsatzländern durch.

missio München

missio München fördert als Internationales Katholisches Hilfswerk in Bayern und der Diözese Speyer das Wirken der Ortskirchen in Afrika, Asien und Ozeanien. Dank seiner Spenderinnen und Spender unterstützt es aktuell rund 1000 Projekte in mehr als 50 Ländern. Seine Bildungs- und Kampagnenarbeit sensibilisiert hier in Deutschland für die gegenseitige Verantwortung der Menschen weltweit.


Durch Bildung einen Ausweg aus der Armut zu bieten, ist ein Kernanliegen von missio München. Bildung schafft Perspektiven und entzieht den Nährboden für Gewalt und Terror. Eine solide Schulausbildung ermöglicht ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben.


missio München und die Initiative "1000 Schulen für unsere Welt" setzen sich gemeinsam für die Förderung von Bildung in der Einen Welt ein. Mehrere missio-Schulprojekte in Afrika und Asien werden von der Initiative unterstützt. Bei den Projekten von missio München handelt es sich um den Bau eines Schülerwohnheims sowie einer Vorschule in Äthiopien, um die Erweiterung eines Kindergartens in Burkina Faso, um den Bau von Klassenzimmern in Nepal und die Errichtung einer Grundschule für Kinder von Teeplantagenarbeitern in Indien.

GLOBAL CARE - Kinderhilfswerk

Von christlicher Nächstenliebe motiviert betreut die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care seit 1976 benachteiligte Menschen in 20 Ländern des Globalen Südens. Die Hilfe wird unabhängig von Geschlecht, Religion, Volksgruppe oder politischer Zugehörigkeit gewährt.

 

GLOBAL CARE setzt sich wirkungsvoll dafür ein, dass Kinder in Not qualifizierte Bildung, gesunde Ernährung, sauberes Trinkwasser und eine medizinische Versorgung erhalten. Durch die langjährige Erfahrung im Bildungsbereich sind Schulgründungen, Renovierungen oder Schulausbau bei Grund- und weiterführenden Schulen umsetzbar. In den Projektländern arbeitet GLOBAL CARE in wertschätzender Kooperation mit lokalen Partnern. Auch nach Übergabe eines Projekts an die Bevölkerung bleibt GLOBAL CARE in direktem Kontakt und kann den dauerhaften Erfolg der Projekte sichern.

GLOBAL CARE ist Mitglied bei Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e. V., VENRO und über den Paritätischen Gesamtverband bei Aktion Deutschland Hilft e. V.. Einige Projekte werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vom Land Hessen gefördert. GLOBAL CARE ist Teil der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“.

Don Bosco Mission Bonn

Don Bosco Mission Bonn fördert die Projekte der Salesianer Don Bosco für benachteiligte Kinder und Jugendliche weltweit. Im Fokus stehen junge Menschen und ihre Familien, die am Rande der Gesellschaft leben und sozial ausgegrenzt sind. Die Organisation ist Teil des weltweiten Jugendwerks, das der italienische Priester Johannes Bosco vor über 150 Jahren ins Leben rief. Aus seinem Glauben heraus prägte er eine ganzheitliche Pädagogik der Vorsorge. Er setzte sich für sozial ausgegrenzte Kinder und Jugendliche in Turin ein und wurde so zum Anwalt der Jugend.


Zu den Don Bosco Einrichtungen gehören Schulen, Jugendzentren, Wohnheime, Anlaufstellen für Straßenkinder und Pfarreien. Viele lokale Mitarbeiter, Fachkräfte und Freiwillige unterstützen die Arbeit der Salesianer Don Bosco und der Don Bosco Schwestern. Der Fokus auf eine gute solide schulische und berufliche Ausbildung kennzeichnet jede Don Bosco Einrichtung. In Indien etwa sind die Salesianer nach dem Staat der größte Bildungsanbieter. Im Jahr 2019 förderte Don Bosco Mission Bonn 265 Projekte in 64 Ländern. Insgesamt 9,55 Millionen Euro flossen in die Projektförderung und -begleitung sowie in die Bildungsarbeit – auch in Deutschland. In einigen Regionen Deutschland kann Don Bosco Mission Bonn ergänzend zu Schulbauprojekten im Globalen Süden entwicklungspolitische Bidlungsmaßnahmen organisieren. Die Kosten hierfür variieren je nach Umfang und Ausrichtung.


Die Erstellung dieser Webseite wurde im Rahmen der Koordination für kommunale Entwicklungspolitik des Deutschen Städtetages durch Engagement Global mit Ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des BMZ gefördert.