"1000 Schulen für unsere Welt" ist eine Gemeinschaftsinitiative der kommunalen Spitzenverbände in Deutschland. Gemeinsam wollen der Deutsche Städtetag, Deutsche Landkreistag und Deutsche Städte- und Gemeindebund die kommunale Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland fördern. Deswegen haben wir gemeinsam die niedrigschwellige Initiative "1000 Schulen für unsere Welt" ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kommunen einen einfachen und erlebbaren Einstieg in die kommunale Entwicklungspolitik zu ermöglichen, der zu weiterem Engagement führt. Wir sind davon überzeugt, dass Kommunen mit ihrem spezifischen Wissen einen großen Beitrag zur Entwicklungspolitik leisten können. Darüber hinaus haben Kommunen, wie keine andere politische Ebene in Deutschland, die Möglichkeit und Chance auf ihre Bürger zuzugehen und sie für das Thema Entwicklungspolitik zu begeistern. So kann ein Engagement entstehen, dass von den Bürgerinnen und Bürgern getragen und gefördert wird und langfristig und nachhaltig in der Gesellschaft verankert wird.
Unterstützt werden die kommunalen Spitzenverbände im besonderen von vier wichtigen Akteuren:
Der Deutsche Städtetag (DST) ist die Stimme der Städte und der kommunale Spitzenverband der kreisfreien sowie der meisten kreisangehörigen Städte in Deutschland. Im Deutschen Städtetag - dem größten kommunalen Spitzenverband Deutschlands - haben sich 3400 Städte und Gemeinden mit mehr als 51 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Rund 200 Städte sind unmittelbare Mitglieder, darunter 111 kreisfreie Städte, einschließlich der Stadtstaaten Berlin, Hamburg, Bremen.
Als Solidargemeinschaft der Städte vertritt er die kommunale Selbstverwaltung gegenüber Bund, Ländern, Europäischer Union, den Vereinten Nationen und zahlreichen staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen und Verbänden. Er berät seine Mitgliedsstädte und informiert sie über alle kommunal bedeutsamen Vorgänge und Entwicklungen. Der Deutsche Städtetag stellt den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern her und fördert ihn in zahlreichen Gremien. Damit Städte handlungsfähig bleiben in der Erbringung der öffentlichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger, nimmt der Deutsche Städtetag Einfluss auf die Gesetzgebung - durch Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Gespräche mit Parlament und Regierung sowie durch Öffentlichkeitsarbeit.
Der Deutsche Städtetag fördert eine moderne Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert und erarbeitet mit den Städten Konzepte für neue kommunalpolitische Herausforderungen. In diesem Kontext unterstützt der Deutsche Städtetag auch seine Mitgliedsstädte in der Entwicklung und Umsetzung kommunaler Entwicklungszusammenarbeit und nimmt über seinen Weltverband „United Cities and Local Governments“ Einfluss auf die Nachhaltigkeits- und Klimaagenden der Vereinten Nationen.
Der Deutsche Landkreistag (DLT) ist der Zusammenschluss der 294 deutschen Landkreise auf Bundesebene. Seine unmittelbaren Mitglieder sind die Landkreistage der 13 Flächenländer sowie die Höheren
Kommunalverbände, die sich für die Kommunalbelange in ihrem jeweiligen Bundesland einsetzen. Er vertritt drei Viertel der kommunalen Aufgabenträger, rund 96 % der Fläche und mit 55 Mio.
Einwohnern 68 % der Bevölkerung Deutschlands.
Der kommunale Spitzenverband setzt sich insbesondere für die Belange der ländlichen Räume und die Förderung der diesbezüglichen wirtschaftlichen Entwicklungsbedingungen ein. Ein
Arbeitsschwerpunkt des Deutschen Landkreistages liegt hier in der Sicherung und Herstellung gleichwertiger Lebens-, Versorgungs-, Arbeits- und Entwicklungsbedingungen im Verhältnis zum
städtischen Bereich. Die ländlichen Räume mit ihren mittelständischen Unternehmen, starken Sparkassen vor Ort und einer handlungsfähigen kommunalen Selbstverwaltung tragen entscheidend zu
Deutschlands ökonomischer Stärke und Stabilität bei.
Der Wirkbereich des Deutschen Landkreistages umfasst die gesamte Bandbreite kommunaler Funktionen und reicht von Fragen der kommunalen Daseinsvorsorge, des weiterführenden Schulwesens und des
Berufsschulwesens, der Wirtschaftsförderung, der kommunalen Arbeitsmarktpolitik und der Sparkassen über das Sozial-, Jugend- und Gesundheitswesen sowie die Lebensmittelkontrolle bis hin zu Fragen
des eGovernments, der Verwaltungsmodernisierung und des öffentlichen Dienstrechts.
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) vertritt als kommunaler Spitzenverband die Interessen von Städten und Gemeinden auf Bundes- und EU-Ebene. Durch 17 Mitgliedsverbände sind ca. 11 000 kleine, mittlere und große Kommunen über den Verband organisiert und vernetzt. Dabei arbeitet der Deutsche Städte- und Gemeindebund parteiunabhängig und ohne staatliche Zuschüsse.
Als Interessenverband pflegt der Deutsche Städte- und Gemeindebund Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern auf Bundesebene und in der Europäischen Union und binden kommunalrelevante Themen und Positionen gezielt in die politische Entscheidungsfindung ein. Der Verband vertritt die Kommunen in zentralen Organisationen, die kommunalen Interessen dienen oder sie fördern.
Neben der Interessenvertretung arbeitet der Deutsche Städte- und Gemeindebund als Koordinierungsstelle der Kommunen und fördern den permanenten Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den 17
Mitgliedsverbänden. Mittels Medienarbeit und Veranstaltungen sensibilisieren und mobilisiert der Verband Politik und Öffentlichkeit für kommunalpolitische Interessen.
Mit seinen Aktivitäten setzt sich der Deutsche Städte- und Gemeindebund für stabile Verhältnisse ein, die den Kommunen Planungssicherheit geben. So wird aktiv dazu beigetragen, dass Themen, die
die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bewegen, von den Kommunen zuverlässig angegangen und nachhaltig umgesetzt werden können.
Im Jahr 2023 ging aus der bundesweiten Initiative der Förderverein „1000 Schulen für unsere Welt e. V.“ hervor, der die operative Arbeit der Initiative und die Abwicklung der Schulbauprojekte unterstützt.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern. Im Fokus stehen Schulbauprojekte im Globalen Süden, aber auch weitere Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und Klimaschutz, die durch das entwicklungspolitische Engagement ermöglicht werden.
Mehr Informationen zu Verein, Mitgliedschaft oder Spenden finden Sie hier im PDF-Dokument.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan ist seit dem 24.01.2026 – dem Internationalen Tag der Bildung – Schirmherrin der 2018 von den kommunalen Spitzenverbänden ins Leben gerufenen Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“. Unter dem Dach der Initiative sammeln deutsche Städte, Landkreise und Gemeinden gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie der lokalen Wirtschaft Spenden für Schulbauprojekte im Globalen Süden. Leitgedanke ist dabei, dass Bildung Armut verringern, Geschlechterungleichheiten überwinden und Perspektiven vor Ort schaffen kann. Insgesamt konnten bereits über 300 Schulbauprojekte angestoßen werden.
„Bildung ist das Fundament für eine bessere Zukunft. Sie ist Grundlage für ein selbstbestimmteres Leben – besonders für Mädchen – und für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Ich war diese Woche in Sierra Leone und habe dort erlebt, wie zentral Schulen für die junge Generation sind – nicht nur für ihre Bildung und Gesundheit, sondern auch für bessere Perspektiven. Denn wie überall auf der Welt gilt auch dort: Mehr Bildung bedeutet mehr Chancen. Mit meiner Schirmherrschaft für diese Initiative möchte ich ein klares Zeichen setzen für globale Chancengerechtigkeit“, so Bundesministerin Alabali Radovan.
Zur Übernahme der Schirmherrschaft über die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ sagten die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände Oberbürgermeister Burkhard Jung (Deutscher Städtetag), Landrat Dr. Achim Brötel (Deutscher Landkreistag) und Bürgermeister Ralph Spiegler (Deutscher Städte- und Gemeindebund) „Wir danken Frau Ministerin Alabali Radovan für die Übernahme der Schirmherrschaft. Schulbildung ist und bleibt zentral für die Zukunft von Kindern weltweit. Mit der Initiative leisten Kommunen einen kleinen, aber wertvollen Beitrag für einen gerechteren Zugang zu Bildung. Die Initiative ‚1000 Schulen für unsere Welt‘ zeigt anschaulich das Engagement der Städte, Landkreise und Gemeinden, die mit ihrer Arbeit sowohl in Deutschland als auch international durch Partnerschaften und Kooperationsprojekte eine positive Wirkung für die Menschen vor Ort erzielen.“

Stefan Rößle ist seit 1. Mai 2002 Landrat des Landkreises Donau-Ries. Er legte sein Abitur am Gymnasium Donauwörth ab und begann im Anschluss daran seine Ausbildung
zum Diplomverwaltungswirt (FH) an der Beamtenfachhochschule in Fürstenfeldbruck im Fachbereich Polizei. Im Zuge seiner Polizeilaufbahn war er Polizeibeamter bei der Polizeidirektion Ingolstadt,
beim Polizeipräsidium Oberbayern und zuletzt bei der Kriminalpolizei Augsburg.
Von 1996 bis 2002 war Rößle Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Oberndorf am Lech. Neben seiner Tätigkeit als Landrat bekleidet Stefan Rößle weitere Ämter. So ist
er u. a. Vorsitzender des Abfallwirtschaftsverbands Nordschwaben, Vorsitzender des Verwaltungsrats des gKU (gemeinsames Kommunalunternehmen Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime),
Landesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU in Bayern sowie Mitglied im Parteivorstand der CSU. Daneben war Rößle Mitglied der Bundesversammlung 2012 und 2017.
Er ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat fünf Kinder. Familie ist für Stefan Rößle nicht nur politisch, sondern auch privat ein großes Thema. Er war Deutschlands
erster Landrat in Elternzeit.
Auf Initiative von Landrat Stefan Rößle hat sich der Landkreis Donau-Ries zum Ziel gesetzt in der Kommunalen Entwicklungshilfe tätig zu werden und bis zum Jahr 2020
insgesamt zehn Schulen in Afrika allein aus Spendengeldern zu bauen. Seit dem Projektstart erfährt das Vorhaben eine sehr große Unterstützung. Es wird nun bundesweit ausgeweitet mit dem Ziel,
„1000 Schulen für unsere Welt“ über Spendengelder zu finanzieren.

Für einen guten Zweck mit dem Kleinflugzeug um die Welt
Reiner Meutsch aus Kroppach im Westerwald ist es wichtig, dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Daher unterstützt seine Stiftung FLY & HELP den Bau von Schulen in Entwicklungsländern. Denn nur, wenn Kinder lesen, schreiben und rechnen können, haben sie die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Nach nur neun Stiftungsjahren konnten bereits 250 Schulen gebaut werden.
Alles begann mit einer Weltumrundung: Seine Reise war Abenteuer, Hilfsprojekt und Herzenswunsch zugleich. Reiner Meutsch, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer des Reiseveranstalters Berge & Meer, erfüllte sich einen Lebenstraum, flog 2010 mit einem Kleinflugzeug um die Welt und unterstützte dabei 5 Bildungsprojekte.
„Ich bin in meinem Beruf viel gereist. Meist stand die Frage nach der touristischen Vermarktung im Vordergrund. Doch viele Traumreiseziele bieten den Einheimischen gar keine traumhaften Bedingungen. Besonders tragisch finde ich es, wenn Kinder keinen Zugang zu Schulbildung haben – und damit keine Perspektive“, so Reiner Meutsch.
Die Projekte während der Weltumrundung waren der Anfang einer langfristig angelegten Bildungskampagne der Stiftung. In den letzten
Jahren konnten insgesamt mit einem Fördervolumen von über 10 Mio. Euro schon mehr als 50.000 Kindern weltweit der Schulbesuch ermöglicht und der Grundstein für eine
Zukunft in ihrer Heimat gelegt werden. Alle Spendengelder fließen 1:1 in die Projekte, da Reiner Meutsch alle Kosten der Stiftung privat trägt bzw. diese durch
Sponsoren finanziert werden.
Sie können sich direkt an den für Sie zuständigen kommunalen Spitzenverband wenden. Sollten Sie Interesse an der Umsetzung eines Schulbauprojektes im Globalen Süden haben, möchten wir Sie bitten, zu den folgenen Punkten Angaben zu machen: